Arbeitskreis Geodäsie/Geophysik

Historie

Auszug aus: W. Zürn: 25. Tagung des Arbeitskreises Geodäsie/Geophysik am 18. - 20.11.1992 in Katzenstein/Thüringen, DGG Mittlg., 4, 32-33, 1992

Im Jahre 1968 fand in Bad Nauheim ein Kolloquium über Probleme der Krusten-Mantelgrenze statt, in dessen Rahmen für die Zukunft eine interdisziplinäre geowissenschaftliche Diskussion, insbesondere zwischen Geodäsie und Geophysik, angeregt wurde. Dies führte auf Einladung der Deutschen Forschungsgemeinschaft zum Rundgespräch von Bad Kreuznach im März 1969, wo erstmals konkret Möglichkeiten der Zusammenarbeit zwischen Geodäten und Geophysikern (primär auf dem Gebiet der Gravimetrie) erläutert wurden.

Es wurden eine Reihe auch in der Rückschau weitsichtiger Empfehlungen ausgesprochen, so etwa die Errichtung von Observatorien zur Beobachtung zeitabhängiger Phänomene in der Erdkruste und des Schwerefeldes der Erde, die gemeinsame Nutzung von Großgeräten sowie die Gründung eines Arbeitskreises Geodäsie/Geophysik.

Die erste Sitzung dieses Arbeitskreises fand im Herbst 1971 in Clausthal-Zellerfeld statt, die zweite im Frühjahr 1972 in Bonn. Dort wurde beschlossen, daß der Arbeitskreis künftig mindestens einmal jährlich zusammentreten sollte (seit 1976 nur noch Herbsttagung) und zwar in einem offenen, allen Interessierten zugänglichen Rahmen. Entsprechend den Vorgaben endete die Förderung durch die DFG im Jahre 1974.

Die Leitung des Arbeitskreises liegt in den Händen je eines Geodäten und Geophysikers (seit Beginn M. Bonatz für die Fachgruppe Geodäsie, bis 1977 O. Rosenbach, bis 1993 W. Zürn, [ danach H.-J. Kümpel] für die Geophysik). Dieser Arbeitskreis trifft sich seither jedes Jahr im Herbst für etwa drei Tage irgendwo in Deutschland zu einer kleinen Tagung mit Vorträgen, die nur einem sehr sanften Zeitlimit unterliegen und Diskussionen, die nur sehr selten aus Zeitgründen abgebrochen werden. Trotzdem kam es nur an zweien dieser Treffen vor, daß Vorträge nach Mitternacht gehalten wurden, und dies nicht vor leerem Saal oder schlafenden Zuhörern. Bei diesem Treffen ist es üblich, daß neben Professoren auch Diplomanden über ihre Arbeiten und Schwierigkeiten ausführlich reden und diskutieren können. Die Zahl der Teilnehmer schwankt zwischen 25 und 40, die Zahl der Vorträge zwischen 20 und 35. [...]

Statistik Arbeitskreis Geodäsie/Geophysik

Ort Anzahl
der
Teilnehmer
 
Anzahl
der
Vorträge
 
Bad Nauheim   
Bad Kreuznach   
Clausthal   
Bonn (Frühjahr)   
Karlsruhe (Herbst) 35 15 
Ettal 36 13 
Hannover 39 23 
Clausthal 29 17 
Bonn 39 18 
Bonn (1) 18   
Karlsruhe 27 20 
Frankfurt 31 18 
München 34 20 
Viechtach 31 25 
Kiel 48 35 
St. Roman 41 28 
Berlin 41 26 
Bochum 38 36 
Hirschegg 26 24 
Helgoland 33 27 
St. Roman 37 26 
Hirschegg 28 26 
Wettzell 36 26 
Clausthal  22 
Katzenstein 30 23 
Neuseddin 47 33 
Lauffeld 20 17 
Hirschegg 41 33 
Wettzell 30 25 
Bad Honnef 40 35 
Hirschegg 20 35 
Bucha 41 40 
Blankenheim 29 32 
Neustadt/Weinstraße 26 23 
Windischeschenbach 27 25 
Grubenhagen 31 27 
Wettzell 33 32 
Oppurg 40 29 
Bremen/Worpshausen 28 27 
Freudenstadt 33 26 
Hirschegg 22 26 
Brandenburg 50 33 
Smolenice 41 32 

 

(1) gemeinsam mit dem 8. Int. Earth Tide Symposium

Copyright © B. Exß, J. Exß, H.-J. Kümpel, Th. Jahr, Letzte Änderung:  07.11.2010